24.05.2011

Wandern auf den Spuren von Bismarck

Ein Erlebnisbericht von der DJK-Frühjahrswanderung 2011 rund um die Steinburg.

Ein wunderschöner Sonntag im Mai lockte uns hinaus. Es war die Idee der Handballgilde – älterer Art -, eine Wanderung rund um die Steinburg zu organisieren. Zunächst konnte man glauben, die Lust zum Wandern sei dem Würzburg-Marathon und der Seligsprechung des Pfarrers Häfner zum Opfer gefallen. Aber mit der Zeit kam Auto um Auto und erhöhte die Zahl der „Wollenden“ trotz unsicherer Wetterlage auf 17.

Nach gegenseitiger herzlicher Begrüßung setzte sich die Gruppe Richtung Steinburg in Bewegung. Vom Bockspfad, entlang die Oberdürrbacher Landstraße (früher "Kirschenlandstraße" genannt), die Rimparer Steige überquerend, gelangten wir zum Oberen Schalksbergsweg und in das Bismarckswäldchen . Die Frage nach Sinn und Herkunft des dortigen, gleichnamigen Turmes konnte nicht erschöpfend beantwortet werden, weshalb mir ein Auszug aus dem Würzburger Adressbuch von 1985 gestattet sei: „Nach dem Tode des Reichskanzlers Otto von Bismarck (1898) wurde (vom Verschönerungsverein Würzburg –VVW) ein Komitee zur Errichtung eines Bismarckturmes gebildet, damit das Andenken an den Mitgründer des zweiten Kaiserreiches wach gehalten werde. Die feierliche Einweihung des Denkmals erfolgte am 02. Juli 1905 auf dem Grund des VVW. Dieser hatte nämlich das Wäldchen seit 1875 Stück für Stück mit einigen tausend Eichen, Weißbuchen, Birken, Lärchen und Kiefern angelegt."

Wunderschön verläuft der Wanderweg nun meist durch den Wald und eröffnet zauberhafte Blicke hinunter nach Würzburg und in das Dürrbachtal. Auch langweilig wird es nicht; denn immer gibt es was zu erzählen und zu bereden. Das ununterbrochene Schauen und Reden hatte die Gruppe etwas auseinandergezogen. Nicht nur die wunderschönen Ausblicke waren zu genießen, auch der von Nordosten sich ausbreitende schwarze Himmel zog die ganze Aufmerksamkeit auf sich; und schon begann es zu regnen. Aber nicht so heftig (und auch nicht so lange), dass unsere Stimmung deswegen getrübt worden wäre. Wir trafen uns alle wieder an der Steinburg und gingen gemeinsam zur Moltkenruh. So mancher mag dort beim Anblick des Pavillons jener Zeit gedacht haben, als man nach dem Tanzen in der Steinburg so manches amouröse Abenteuer erlebt hatte. Um die Reminiszenzen nicht überborden zu lassen, begangen wir den Rückweg.

Der Weg war zwar das Ziel, aber er machte auch durstig. So kam die Einladung von Resi und Robert Maader zu einer kleinen Einkehr in ihren zauberhaften Garten gerade recht. Es war alles da, was man brauchte: Wasser, Wein, Saft. Sogar eine Flasche Sekt zauberte jemand aus seiner Tasche. Es war so gemütlich, dass gegen Ende zum Aufbruch gedrängt werden musste, weil keiner aufstehen wollte. Aber in der Vereinsgaststätte des TSV Grombühl war ein Tisch bestellt worden. Ohne weitere Verzögerung kamen wir dort an. Ein kleines Abendessen und ein frisches Bier beendeten schließlich diesen wunderschönen Tag. Den Organisatoren vielen Dank! Ida

Die Herbstwanderung findet am 09. Oktober 2011 statt. Näheres dazu in der „brücke“ 3/2011!

Fotomontage: Willy Thomann

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